Feuerprüfung in Lettland

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Feuerprüfung in Lettland

2026-06-12T11:11:40+02:0012. Juni 2026|

Heute berichten wir über den Hausbrand der Familie, die das Zentrum „Strahl der Hoffnung“ für sozial schwache Kinder und Jugendliche in Lettland leitet. Diese Arbeit ist von großem Segen sowie Gottes Führung und Seinem Wirken geprägt. Bereits seit über zwölf Jahren trägt das Ehepaar Tatjana und Dimitrij mit großer Hingabe und Liebe die Verantwortung für das Kinderzentrum in der Stadt Liepāja. Das Werk wurde durch viele Gebete und ehrenamtlichen Dienst aufgebaut. Bruder Dimitrij dient darüber hinaus als Gemeindeleiter vor Ort und hält regelmäßig Gottesdienste in einem Rehazentrum. Schwester Tatjana kümmert sich täglich mit viel Liebe um Kinder und Jugendliche, die oft in großen Problemen stecken. Ihr selbstloser Einsatz, ihre Treue und ihr unermüdlicher Dienst tragen bereits Früchte.

 

 

Auch im Feuer ist Gott da

Doch wie Hiob geprüft wurde, müssen auch unsere Freunde Tatjana und Dmitrij Kopilec eine große Prüfung durchgehen. In der Nacht zum 18. Februar 2026 wurde ihr Zuhause, ein 140 Jahre altes Haus, von einem verheerenden Brand heimgesucht.

Während ein Teil der Familie schlief, hörte der Sohn im Dachgeschoss ein Knistern und nahm den beißenden Geruch von Rauch wahr. Die Situation entwickelte sich rasant, als die Flammen das Haus erfassten. Gott sei Dank konnten sie sich rechtzeitig nach draußen retten!

Das gesamte Dachgeschoss mit den Wohnräumen brannte ab. Das Erdgeschoss wurde mit Löschwasser überflutet – und das bei –16 Grad! Die Holzwände wurden vom Wasser durchtränkt und quollen bald auf. Der größte Teil des Hausrats, der Kleidung, der Möbel, des Bettzeugs und der Matratzen wurde entweder durch den Ruß oder durch das Wasser zerstört oder stark beschädigt.

 

Projektleiter Kopilec und Dalinger

 

Ein zweites Zuhause - wieder aufbauen

Bald eilten die Geschwister aus verschiedenen Gemeinden zu Hilfe. Schätzungsweise werden etwa 80.000 Euro benötigt, um das Haus wieder bewohnbar zu machen. Dies umfasst den Bau eines neuen Daches, die Erneuerung von Decken und Wandverkleidung, die Installation einer neuen Heizung sowie Estrich, Elektrik und Böden. Die Tatsache, dass die Familie keine Gebäudeversicherung hatte, verschlimmert die Situation.

Jahr für Jahr haben Tatjana und Dimitrij mit viel Mühe und Liebe ihr Haus renoviert, um einen sicheren Ort für ihre sieben Kinder, von denen zwei noch zu Hause wohnen, zu schaffen. In diesem Haus übernachteten bereits viele Gäste. Hunderte von Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen fanden hier ein zweites Zuhause. Manche blieben oft bis spät in die Nacht und wollten gar nicht nach Hause gehen. Viele Gebete wurden in diesem Haus zu Gott empor geschickt und sind bereits erhört worden.

Die finanziellen Belastungen, die nun auf die Familie zukommen, können sie nicht tragen. Das Ehepaar Kopilec ist bereits in Ruhestand und widmet sich vollständig dem Dienst für den Herrn.

 

Haus nach dem Brand

 

Die Wichtigkeit dieses Dienstes

Die Arbeit im Kinderzentrum geht trotz der schwierigen Umstände weiter. Zwei Tage nach dem Brand wurde die Bedeutung dieser Arbeit besonders deutlich, als Jugendliche bei eisiger Kälte im Schnee ein bewusstloses Mädchen entdeckten. Sie war im Kinderzentrum bekannt, weil sie es immer wieder besuchte. Ihr Vater war vor einem Jahr an den Folgen von Alkoholmissbrauch gestorben. Auch das Mädchen war zum Zeitpunkt ihres Auffindens betrunken.

Sie verabscheute jedoch ihr Leben und hatte anderen gegenüber erwähnt, dass sie so nicht mehr weiterleben wollte. Sie hatte jedoch nicht die Kraft, von ihrer Sucht loszukommen, und so war das Kinderzentrum zu ihrem letzten Halt geworden.

Gott sei Dank, dass sie gefunden wurde – denn nur wenige Stunden später wäre sie vermutlich erfroren. Gott allein weiß, wie viele solcher Leben in den vergangenen zwölf Jahren des Dienstes im Kinderzentrum aus ihrer seelischen oder geistlichen Not gerettet wurden.

Die Geschichte der Familie Kopilec ist nicht nur eine Geschichte von Verlust und Prüfungen, sondern auch von Gottes Wundern, Hoffnung und Glauben. Ihre unermüdliche Hingabe und ihr Dienst an den Bedürftigen sind ein Licht in der Dunkelheit.

 

Kinder und Jugendliche im Zentrum

 

Jeder von uns kann dazu beitragen, dass das Werk Gottes an Kindern und Jugendlichen ungetrübt fortgesetzt werden kann. Wir bitten herzlich um Gebet und Unterstützung für unsere Geschwister und treuen Diener Gottes in ihrer schweren Situation.

 

Projektleiter Viktor und Frieda Dalinger

CDH Stephanus

 

Hilfslose Jugendliche bei -16 Grad