In diesem Jahr führte die Weihnachtsaktion in das Land Rumänien. Obwohl Rumänien zur Europäischen Union gehört, gibt es Regionen, die von großer Armut geprägt sind. Sieben Gruppen mit insgesamt etwa 100 Personen brachen zu dieser Reise auf, um Weihnachts- und Lebensmittelpakete gezielt an Bedürftige zu verteilen. Gott berührte viele Herzen, sodass mehrere LKW-Transporte mit den Paketen nach Rumänien gebracht werden konnten, die von verschiedenen Firmen finanziert wurden. Insgesamt konnten 7.625 Lebensmittelpakete und 3.439 Schuhkartons an sieben Standorte geliefert werden.

Reisegruppe im Armenviertel California Dream
Reisebericht Orșova
Unsere Reisegruppe fuhr nach Rumänien, in die Stadt Orșova, zur Gemeinde Tabor. In dieser Region gibt es viele Witwen, die durch diese Hilfe Trost erfahren haben. Besonders freuten sie sich darüber, dass Menschen in Deutschland an sie denken und ihnen auf diese Weise Liebe erweisen. Eine Schwester, die ihre Schwägerin pflegt, erzählte uns von einem Traum, den sie gehabt hatte: dass sie die Hoffnung nicht verlieren solle und Hilfe kommen würde. Sie wusste nicht, dass wir sie besuchen würden, und freute sich sehr zu sehen, wie Gott uns zu ihr sandte. Da diese Region stark okkult belastet ist, beteiligten wir uns an einer 50-stündigen Gebetskette und konnten so zusätzlich durch Gebetsunterstützung dienen.

Das Kinderheim Casa Ray
Reisebericht Arad
Auf der Hinfahrt nach Arad reisten wir gemeinsam mit der Gruppe, die anschließend nach Bârlad weiterfuhr. Nach unserer Ankunft durften wir Öl, Süßigkeiten, Snacks und Schreibwaren einkaufen und verpacken. Diese verteilten wir in der Region Arad an hilfsbedürftige Familien. Besonders schön war es, dass wir die Weihnachtsfeier mit anschließender Geschenkübergabe in einem Kinderheim feiern durften. Wir durften zudem ein Zeugnis hören, wie sich ein heutiger Diakon im Gefängnis bekehrte und nun in der Gemeinde in Gurahont dient.

Gebet und Hilfe für eine Mutter mit zwei behinderten Kindern
Reisebericht Region Bârlad
Mit 14 Personen starteten wir unsere Reise nach Rumänien in die Region Bârlad. In den Dörfern durften wir den Menschen und Familien in diesen ländlichen, sehr armen Gebieten erbauende und tröstende Worte aus der Bibel weitergeben. Es waren sehr emotionale Momente. Die Lebensmittelpakete sowie die Geschenkekartons für die Kinder verteilten wir ebenfalls vor Ort.

Dankbare Schwester aus dem Armenviertel
Reisebericht Region Buzău
Insgesamt 603 Pakete wurden vor Ort von uns an bedürftige Familien verteilt. Ein besonderer Höhepunkt der Reise war eine Evangelisation mit rund 200 Besuchern, die der Predigt aufmerksam bis zum Ende folgten. Zahlreiche Bibeln konnten verteilt werden. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Verwaltung erreichten wir zudem Familien ohne kirchlichen Hintergrund und durften erleben, wie sehr die Menschen – Erwachsene wie Kinder – von der Hilfe und der Botschaft berührt wurden.

Freude auch bei den Kleinsten
Reiserbericht Piatra Neamt
Beim Verteilen der Pakete konnten wir mehr über die Lebenssituationen der besuchten Familien erfahren. Besonders überwältigt hat uns der Besuch im Kinderheim, das von unseren rumänischen Reiseleitern geführt wird. Gemeinsam mit den Kindern sangen wir Lieder auf Rumänisch und Deutsch. Trotz der schweren Schicksale, die die Kinder erlebt haben, wurden sie uns zu einem Vorbild dafür, was Lebensfreude und Vertrauen auf Gott trotz aller Schwierigkeiten bedeuten.

Andy Kindler an einer Schule
Reisebericht Mlenăuți
In Mlenăuți verteilten wir Lebensmittelpakete und Schuhkartons. In einem Haus erlebten wir großen Segen, als wir Glaubensgeschwister besuchten. Der Mann kam gerade von der Arbeit ins Haus, als wir zu beten begannen. Er selbst war sterbenskrank mit einem schwarzen Bein, betete jedoch von ganzem Herzen für jeden von uns und für das ganze Dorf, dass alle zum Herrn finden mögen. Wir besuchten außerdem das christliche Kinderheim Cornerstone (Eckstein) in Dorohoi, das nur durch die Gnade Gottes und die Unterstützung der Gemeinde Cloppenburg entstehen konnte. Die Leiterin der Schule zitierte das Lied: „Da kann man nur staunen über Gott und über die Wunder, die Er tut.“

Reisebericht Vaslui
Am 16. Dezember starteten wir unsere Reise nach Rumänien in die Stadt Vaslui, die im Grenzgebiet zu Moldawien liegt. Morgens fuhren wir zum Gemeindehaus, um die Fahrzeuge zu beladen. Dort beteten wir gemeinsam und fuhren in die Dörfer: Gîrceni–Racovița, Pungești, Roșiești und Vetrișoaia. Wir besuchten einen Witwer, der seit dem Tod seiner Frau vor zehn Jahren allein mit seiner heute 16-jährigen Tochter lebt, die er seit ihrem sechsten Lebensjahr großgezogen hat. Ihre stille Zufriedenheit beeindruckte uns sehr. Der Bruder sagte: „Solange das Dach dicht ist, ist alles gut.“ Gott sprach durch ein Gefäß direkt zu ihnen und stärkte sie.

Witwenbesuch
Abschlussgedanken
Für einige von uns war es die erste Missionsreise dieser Art. Wir durften wunderschöne, aber zugleich sehr traurige Eindrücke sammeln, wie manche unserer Geschwister leben müssen. Wir sind alle mit vielen lehrreichen Erfahrungen zurückgekehrt. Oft beklagen wir uns über Probleme, die in Wirklichkeit keine sind, und sind unzufrieden mit dem, was wir haben. Diese Reise hat uns gezeigt, was wahre Zufriedenheit bedeutet.
Kevin Stelter,
CDH Stephanus

Häuser der Armen

Kind mit Autismus - Geschenkübergabe

Freudiges auspacken



Klassenraum der 3

Verteilen der Pakete bei den Sinti und Roma