Podcast: Download (Duration: 22:03 — 15.1MB)
In diesem Bericht wird die praktische Arbeit des CDH-Stephanus Bezirksverband Bremen e. V. näher beschrieben, um Einblicke in die vielfältigen Aufgaben, Arbeitsbereiche und ehrenamtlichen Tätigkeiten des Bezirksverbandes zu geben. Dabei wird insbesondere auf die Organisation der Sachspenden, die verschiedenen Werkstätten sowie die humanitären Hilfsaktionen im In- und Ausland eingegangen.
Unsere Organisation zählt 166 Mitglieder aus 13 christlichen Gemeinden in Bremen, dem Bremer Umland und der Region Salzgitter. Seit 2025 ist die Region Salzgitter offiziell Teil des Bezirksverbandes. Zu dieser Region gehören die Gemeinden Salzgitter, Gifhorn und Osterode.
Derzeit sind rund 110 Lkw-Fahrer ehrenamtlich für unsere Mission im Einsatz. Sie fahren überwiegend nach Moldawien, Rumänien und in die Ukraine. Viele Transporte beginnen mit der Abholung der Waren direkt bei den Fabriken bzw. Spenderfirmen. Dazu zählen unter anderem Unilever Deutschland GmbH (Hamburg), Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG (Bielefeld), Richard Hengstenberg GmbH & Co. KG (Esslingen), Iglo GmbH (Hamburg) sowie Landwirt Herzog (Steinfeld). Abschließend werden die Waren von unseren ehrenamtlichen Geschwistern und der Jugend auf dem Hof oder in der Gemeinde sortiert, umgepackt und neu verladen – bereit für den Weitertransport ins Ausland.

Aufgaben des Bezirksverbandes und Hilfstransporte
Der Bezirksverband verteilt Sach- und Lebensmittelspenden an bedürftige Menschen. Die Sachspenden werden zwischengelagert, umgepackt und bei Bedarf Instand gesetzt. Die Abholung erfolgt fast ausschließlich durch ehrenamtliche Helfer mit Fahrzeugen unserer Organisation. Viele Fahrten gehen in die Ukraine sowie nach Rumänien und Moldawien.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 138 Hilfsgütertransporte durchgeführt. Davon erfolgten 47 Transporte mit vereinseigenen Fahrzeugen und 91 Transporte mit Fremdspeditionen. Zusätzlich fanden zahlreiche Fahrten zur Abholung von Hilfsgütern bei Sammelstellen und Firmen statt. Insgesamt konnten 1.317 Tonnen Hilfsgüter transportiert werden. Die Verteilung erfolgte überwiegend in die Ukraine (83 %), nach Rumänien (10 %), Moldawien (6 %) und Bulgarien (1 %). Nach Rumänien wurden 33 Transporte mit insgesamt 423.264 kg Hilfsgütern durchgeführt, nach Moldawien 23 Transporte mit 318.173 kg und nach Bulgarien ein Transport mit 10.887 kg Hilfsgütern.

Standorte und Logistik
Der Sitz und das Hauptlager befinden sich in Sottrum. Zusätzlich haben wir noch drei Außenlager, zwei in Bremerhaven/Schiffdorf und ein weiteres in Salzgitter. Dort werden die Hilfsgüter zwischengelagert, bereitgestellt, sortiert und verpackt sowie anschließend auf die Lkw verladen.
Ein Außenlager in Bremerhaven/Schiffdorf verfügt über eine Hausmeisterwohnung, die von einem Missionsmitglied bewohnt ist.
Die Arbeiten werden ehrenamtlich von Mitgliedern, Missionsfreunden und der Jugend aus den Freien Evangeliums-Christengemeinden durchgeführt. Alle Spenden werden über verschiedene Sammelstellen in Bassum, Bremen (Mahndorf, Nord und Vahr), Emstek, Stolzenau, Tostedt, Verden, Salzgitter, Gifhorn und Osterode angenommen. Die Lagermöglichkeiten werden unentgeltlich von den jeweiligen Freien Christengemeinden zur Verfügung gestellt.
Auf dem Hauptgelände in Sottrum standen dem Hilfswerk CDH-Stephanus Bezirksverband Bremen e.V. bisher eine Lagerhalle mit integriertem Bürogebäude und ein Zelt als Lagermöglichkeit zur Verfügung. Durch die zahlreichen Hilfstransporte und die reichlichen Sachspendeneinnahmen ist der Bedarf nach zusätzlichen Lagermöglichkeiten stetig gestiegen. Im Vergleich zu einem Anbau an das bestehende Gebäude wäre der Bau einer neuen, größeren Lagerhalle wirtschaftlicher.
Das jetzige Zelt wird daher abgebaut, und an derselben Stelle soll eine neue und größere Lagerhalle errichtet werden. Dort besteht dann die Möglichkeit, auf 1500 qm Lebensmittel und andere Hilfsgüter zu lagern. Zusätzlich ist eine Grube für die Lkw vorgesehen, um Reparaturen und Wartungen unserer Fahrzeuge durchzuführen. In der alten Halle soll weiterhin die Kleidersortierung stattfinden.

Skizze der neuen Lagerhalle
Fuhrpark
Der Fuhrpark des Verbandes besteht aus zwei Zugmaschinen der Marke Volvo sowie drei Kühlaufliegern der Hersteller Schmitz und Krone. Zusätzlich stehen zwei 7,5-Tonner-Lkw vom Typ Mercedes Atego mit entsprechenden Anhängern sowie ein Mercedes-Benz Sprinter und ein VW Caddy zur Verfügung. Zum Fuhrpark gehören außerdem zwei Pkw (Škoda Kodiaq und VW T5). Darüber hinaus sind verschiedene Flurfördermittel wie Hubwagen und Elektrostapler im Einsatz.

Kleiderkammer – Sortierung der Kleiderspenden
Ein wichtiger Arbeitsbereich und Arbeitsschritt ist die sorgfältige Sortierung der eingehenden Kleiderspenden. In Sottrum treffen sich jeden zweiten Montag von 9:00 bis 12:00 Uhr ca. 30 bis 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer (teilw. über 80 Jahre alt), um die Kleidung nach Herren-, Damen- und Kinderbekleidung zu ordnen. Zusätzlich werden Schuhe, Lederwaren, Bettwäsche und weitere Artikel separat sortiert. Beschädigte oder verschmutzte Kleidung wird aussortiert. Auch im Außenlager Schiffdorf und an der Sammelstelle in Emstek erfolgt eine Sortierung der Spenden.
In Bremerhaven übernehmen vier Schwestern täglich die Sortierung von 08:00 bis 13:00 Uhr. Dort wird die Kleidung in einheitlichen Standardkartons verpackt, was die Handhabung und den Transport erheblich erleichtert. Schuhe, Taschen und weitere Sachspenden werden ebenfalls getrennt sortiert. Die benötigten Kartons stammen aus Firmenspenden, unter anderem von der Molkerei Ammerland eG in Oldenburg, und ermöglichen ein einfacheres Verladen durch einheitliche Maße. Insgesamt werden etwa 283 Tonnen Kleidung und Schuhe – entsprechen
etwa 18.100 Kartons – für den sicheren und geordneten Transport zu notleidenden Empfängern vorbereitet.
In Salzgitter treffen sich jeden Donnerstag ca. 10 – 15 freiwillige Schwestern und Brüder zum Sortieren der Kleidung, Schuhe, Taschen und weiterer Sachspenden. Auch hier werden dieselben Kartons benutzt wie in Bremerhaven. Zusätzlich werden auch Nähmaschinen gereinigt, geprüft und repariert.

Sortierung der Kleiderspenden
Fahrradwerkstatt
Sowohl in Sottrum als auch in Bremerhaven und in Salzgitter gibt es eine Fahrradwerkstatt, in der gespendete Fahrräder Instand gesetzt werden. Die Spenden reichen von Kinderlaufrädern bis hin zu großen Erwachsenenrädern. Anfangs reparierte Bruder Ernst Beitler die Fahrräder noch zu Hause; inzwischen stehen dafür eigene Werkstätten in den Missionshallen zur Verfügung, die regelmäßig genutzt werden. Dort werden alle Fahrräder überprüft, repariert und wieder einsatzfähig gemacht. Räder, bei denen sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, dienen als Ersatzteilspender. Funktionstüchtige Teile wie Sitze, Schläuche, Pedale oder Lampen werden ausgebaut, gelagert und bei anderen Fahrrädern wiederverwendet. Teilweise werden aus mehreren alten Fahrrädern neue, funktionsfähige Räder zusammengestellt, um den größtmöglichen Nutzen aus den Spenden zu ziehen.
Aufgrund steigender Kosten ist dabei viel Kreativität gefragt. So sind beispielsweise neue, DIN-konforme Frontlampen inzwischen deutlich teurer als noch vor einigen Jahren. Da die Fahrräder häufig in Länder gebracht werden, in denen diese Normen keine Rolle spielen, wird sorgfältig abgewogen, ob sich solche Ausgaben lohnen. In manchen Fällen ist es günstiger, solche Ersatzteile dann im Ausland zu beschaffen. Außerdem wird bei bspw. defekter Beleuchtung geprüft, ob tatsächlich die Lampe oder lediglich die Verkabelung beschädigt ist, da sich die Verkabelung meist kostengünstig reparieren lässt. Die gespendeten Fahrräder sind vor allem in Ländern wie Rumänien und Moldawien von großem Nutzen. Dort kann sich nicht jeder ein Auto leisten und viele Regionen sind mit dem Fahrrad schneller und/oder besser zu erreichen.
Waschmaschinenwerkstatt
Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Instandsetzung gespendeter Waschmaschinen. Diese werden meist von ehrenamtlichen Mitarbeitenden bei den jeweiligen Spendern abgeholt und in die Werkstatt der Missionshalle gebracht. Zusätzlich werden teilweise defekte Geräte günstig über Kleinanzeigen erworben. Vor Ort erfolgen ein Funktionstest und eine Fehlerüberprüfung. Da nur selten vollständig intakte Maschinen gespendet werden, werden die Geräte mit günstigen, reparierbaren Defekten Instand gesetzt. Ist eine Reparatur nicht wirtschaftlich, werden die Maschinen zur Ersatzteilgewinnung genutzt. Ersatzteile müssen nur selten zugekauft werden. Etwa 98 % der defekten Teile können aus vorhandenen Beständen ersetzt werden.

Reparatur elektrischer Rollstühle
Elektrische Rollstühle werden selten gespendet, aber wenn wir einen bekommen, wird er bei Bedarf repariert. Meist werden Batterien oder Ladegeräte ersetzt. Defekte Steuergeräte können oft nicht kostengünstig repariert werden. Wichtig ist, dass die Rollstühle technisch funktionsfähig bleiben, sodass die Mobilität gewährleistet ist. Kleinere Mängel werden oft provisorisch behoben, um die Funktion kurzfristig wiederherzustellen oder Schäden bis zur endgültigen Reparatur zu begrenzen.
Weihnachtsaktion
Neben den ganzjährigen Hilfstransporten bildet die Weihnachtsaktion einen besonderen Abschluss des Jahres und Schwerpunkt der Arbeit.
Jedes Jahr zum Jahresende wird diese Aktion durchgeführt, an der sich mehrere Gemeinden der FECG aus ganz Deutschland beteiligen – ebenso unsere Gemeinden. In einem festgelegten Zeitraum werden Geldspenden gesammelt. Mit diesen Mitteln werden in den unterstützten Hilfsgebieten vor Ort Brennmaterialien zum Beheizen der Unterkünfte sowie grundlegende Lebensmittel gekauft und anschließend an bedürftige Familien verteilt.
Im Jahr 2025 fand die Weihnachtsaktion des Bezirksverbands Bremen in Aserbaidschan, Georgien und Russland statt. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden kauften Glaubensgeschwister bedarfsgerecht Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Öl sowie Heizmaterialien wie Holz oder Kohle ein und verteilten diese persönlich an notleidende Familien.

Von Kind zu Kind
Zusätzlich findet die Paketaktion „Von Kind zu Kind“ statt. In den beteiligten Gemeinden werden dafür Kartons bereitgestellt, die von Gemeindemitgliedern oder auch Kindergruppen nach einer vorgegebenen Packliste befüllt werden. Die Pakete enthalten Lebensmittel und nützliche Dinge oder Spielmaterialien für Kinder in ärmeren Regionen. Die fertig gepackten Kartons werden mit mehreren Lkw in die jeweiligen Hilfsgebiete transportiert. Eine Gruppe unserer Geschwister und der Jugend der jeweiligen Ortsgemeinden reiste ebenfalls dorthin, um die Geschenke persönlich an die Kinder zu übergeben.
Ziel der Aktion ist es, Kindern in schwierigen Lebenssituationen zur Weihnachtszeit Freude, Hoffnung und Liebe zu schenken und ihnen die Liebe und Nähe Gottes spürbar werden zu lassen. Durch die persönliche Begegnung kann der Segen Gottes weitergegeben werden – Familien erleben diese Zeit als große Ermutigung, weil sie erfahren dürfen, dass sie nicht vergessen sind und Gottes Liebe in tätiger Nächstenliebe sichtbar wird. Besonders auch bei älteren Geschwistern, welche nur selten Besuch erhalten und sich nach Gemeinschaft sehnen, wird diese stille Freude sichtbar.

Patenschaften
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Verbandes sind die Patenschaften.
Im Jahr 2025 unterstützten wir mit unseren Patenschaften verschiedene Länder und Projekte weltweit. Besonders viele Patenschaften bestehen in Ruanda und Indien. Außerdem helfen wir in Kirgisien, Russland sowie in weiteren Ländern Osteuropas. Wir unterstützen Missionare, fördern die Entwicklung der Dörfer und helfen einem Kinderheim. Ziel ist es, die Lebensbedingungen langfristig zu verbessern und die christliche Gemeindearbeit vor Ort zu stärken.
Patenschaft für einen Missionar in Russland – Autonome Republik Komi
Die Republik Komi liegt im äußersten Nordosten Europas in einer dünn besiedelten Taiga- und Tundra-Region. Das Missionsgebiet reicht bis zur Halbinsel Jamal, nahe dem Polarkreis.
Auch im Jahr 2025 unterstützte der Verband dort einen Missionar, der mit einheimischen Gemeinden zusammenarbeitet und Evangelisationen durchführt – auch unter den Volksgruppen der Nenzen und Komi. Die betreuten Gemeinden liegen weit verstreut, weshalb dieser Bruder große Entfernungen mit Bahn, Boot oder Motorschlitten zurücklegen muss.

Patenschaft im Osten
In vielen osteuropäischen Ländern gibt es kaum staatliche Unterstützung für Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Deshalb helfen wir betroffenen Familien durch Patenschaften. In Armenien, Belarus, Kasachstan, Moldawien, Rumänien, Russland, Usbekistan und der Ukraine unterstützen wir vor allem bedürftige Menschen mit Behinderungen, sowie Voll- und Halbwaisen mit medizinischer Hilfe.
In regelmäßigen Abständen werden Fahrten zu den Betroffenen unternommen, um die richtige Einsetzung und Notwendigkeit der Gelder sicherzustellen.
Mit einer monatlichen Patenschaft von 35 €
wird den menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Derzeit erhalten 138 Personen diese Unterstützung.
Patenschaft Ruanda
Im September 2025 reiste eine Gruppe im Rahmen des Patenschaftsprojektes nach Ruanda, um das Projekt vor Ort zu begleiten und den Austausch mit den Mitarbeitenden sowie den Kindern zu fördern. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeinde werden im Rahmen der Kinderpatenschaft Waisen, Halbwaisen und Kinder aus sehr armen Familien unterstützt.
Die Hilfe umfasst die tägliche Verpflegung, Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel, Schulmaterialien sowie eine Krankenversicherung für die Familien. Ergänzend werden Lebensmittelpakete verteilt, und die Kinder erhalten Unterstützung in Fragen der Körperhygiene. Durch seelsorgerische Betreuung wird zudem ein regelmäßiger Schulbesuch gefördert. Im Dezember 2025 waren 880 Kinder in die Patenschaft des CDH Stephanus Bremen e. V. eingebunden.

Projekt Indien
Im Patenschaftsprojekt Indien werden über 250 Kinder sowie 15 Missionare in verschiedenen Regionen Asiens unterstützt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Norden Indiens und auf Nepal, da dort die Not am größten ist.
In Indien ist das Nord-Süd-Gefälle sehr ausgeprägt. Während der Norden überwiegend von Armut geprägt ist, sind die Lebensverhältnisse im Süden vergleichsweise besser – auch wenn es dort ebenfalls viele arme Menschen gibt. So liegt das monatliche Durchschnittseinkommen im Bundesstaat Bihar, in dem viele Kinder unterstützt werden, bei umgerechnet etwa 40–60 Euro. Das ist selbst für indische Verhältnisse sehr wenig.
Die Unterstützung in Indien erfolgt auf verschiedene Weise. Zum einen gibt es Kinderheime für Kinder, die keine Eltern mehr haben oder deren Eltern sie nicht ausreichend versorgen können. Diese Kinder leben ganztägig im Heim, werden dort von christlichen Heimeltern betreut und erfahren von Jesus Christus.
Eine zweite Gruppe sind Kinder, die noch bei ihren Eltern leben, deren Familien jedoch so arm sind, dass sie keine ausreichende Versorgung oder Schulbildung ermöglichen können. Durch eine Patenschaft erhalten diese Kinder Zugang zu Schulbildung, Kleidung sowie gesunder und ausreichender Ernährung. Zudem erfahren sie Liebe und Zuneigung, die ihnen oft fehlt.
Eine weitere Form der Unterstützung sind Ausbildungsprojekte für Jugendliche, die bereits Teil einer Patenschaft waren, aber das Schulalter überschritten haben und eine Berufsausbildung beginnen möchten.

Essensausgabe in Indien
Kinderheim in Tokmok, Kirgistan
Seit dem Herbst 2025 reisen regelmäßig Gruppen nach Tokmok in Kirgistan, um beim Umbau eines Gebäudes zu helfen. Dieses Gebäude wurde von der Stadt Tokmok zur Verfügung gestellt und soll ein neuer Zufluchtsort für die Kinder aus dem Kinderheim werden. Weil das Gebäude kernsaniert wird, bedarf es viel Einsatzbereitschaft und Fleiß von jedem Helfer und Mitarbeiter. Nach der Entkernung sind bereits viele Arbeiten im und am Gebäude durchgeführt worden und sind weitestgehend abgeschlossen. Dazu gehören der Einbau neuer Fenster, eine neue Heizungsanlage, Elektroinstallation, Sanitäranlagen, neuer Boden, Fliesenarbeiten, etc. Somit ist das Gebäude von innen inzwischen bewohnbar hergerichtet. Derzeit werden die Außenwände gedämmt und verkleidet und auch Arbeiten an der Außenanlage durchgeführt.
In diesem neuen Gebäude werden bis zu 100 Kinder ein neues Zuhause finden. Hier wird Kindern, die von ihren Eltern vernachlässigt oder verstoßen wurden, die keine Fürsorge, Pflege, Erziehung und Liebe erfahren haben, nicht nur eine Unterkunft gegeben, sondern vielmehr christliche Nächstenliebe und Erziehung im Glauben geschenkt.
Wer ein Herz für diese Kinder hat, ist herzlich eingeladen, ihre Zukunft mitzugestalten, es sei mit finanziellen Mitteln, persönlichem Einsatz und auch mit Gebet. Du bist eingeladen, an diesem Projekt teilzuhaben.

Abschluss
Die vielfältigen Aufgaben des CDH-Stephanus Bezirksverband Bremen e. V. zeigen, wie praktische Nächstenliebe im Alltag gelebt wird und gelebt werden kann. Durch den unermüdlichen Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer wird Hilfe dort ermöglich, wo sie dringend gebraucht wird – sowohl im Inland als auch in vielen Ländern Europas und darüber hinaus. Hinter jeder Spende, jedem Transport und jeder Patenschaft steht der Wunsch, Gottes Liebe in tatkräftiger Weise weiterzugeben und Menschen in ihrer Not Hoffnung zu schenken.
Dabei dürfen wir uns immer wieder an das Wort aus Galater 6,9 erinnern: „Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen.“ Dieser Vers ermutigt uns, weiterhin treu im Dienst zu stehen und darauf zu vertrauen, dass Gott die Aussaht gut wachsen lässt.
Gott segne jeden Einzelnen in diesem Dienst!
Waldemar Faul
CDH-Stephanus Bezirksverband Bremen