Gottes Gebot mit Verheißung

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  • „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem“ (Kol 3,20). Bildquelle: AdobeStock_297757732 © Pixel Shot

Gottes Gebot mit Verheißung

2020-12-12T10:31:14+01:004. Dezember 2020|

Die Heilige Schrift hebt ein wichtiges Thema immer wieder hervor, das heutzutage jedoch in den Hintergrund geraten ist und wo​rüber sehr wenig gesprochen wird. Zu Beginn lasst uns aber erstmal zwei Faktoren näher betrachten, die für das eigentliche Thema wichtig sind: Weisheit und Verständnis.

Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an Timotheus: „Bedenke die Dinge, die ich sage; und der HERR gebe dir in allem Verständnis!“ (2.Tim 2,7).

„Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen. Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist“ (2.Tim 3,13-15). Das Endziel dieser gesamten Arbeit wird im folgenden Vers erklärt: „Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ (2.Tim 3,17).

Lasst uns nun über den besonderen Bedarf an Weisheit und Verständnis für uns und unsere Kinder in unserer Zeit nachdenken. Im Buch des Propheten Hosea steht geschrieben: „Wer ist so weise, dass er das einsehe, und so klug, dass er das verstehe? Denn die Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall“ (Hos 14,10).

Weisheit und Verständnis sind dem Menschen gegeben, um die Prinzipien Gottes zu erkennen, die in der Heiligen Schrift beschrieben sind, und um diese in unserem irdischen Leben anzuwenden.

„Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt“ (Ps 14,2). Wie wichtig ist es doch für uns, Gott zu verstehen! Für Gott sind Menschen wichtig, die Ihn verstehen, Seine Gebote, Seine Gesetze, Seine Gedanken, Seine Pläne, Seine Beweggründe und Seine Wünsche. Gott zu verstehen, bedeutet zu tun, was Er möchte. Er lässt uns an Seinen Werken auf dieser Erde mitwirken und möchte, dass wir an Seiner Herrlichkeit und an Seinem Reich in der Ewigkeit Anteil haben.

Das Buch Exodus erzählt über „alle Männer, die ein weises Herz hatten, in die der HERR Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie wussten, wie sie alle Werke machen sollten für den Dienst des Heiligtums, sie handelten nach all dem, was der HERR geboten hatte“ (2.Mo 36,1).
Etwas nach dem Gebot des Herrn zu tun, heißt nicht, nach Traditionen, gewohnten Mustern, persönlichen Vorstellungen oder jemandes Wünschen zu handeln, sondern so, wie Gott es möchte.

„Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt“ (Ps 14,2).

Im Brief an die Kolosser bat Paulus dafür, dass die Gemeinde erfüllt werde „mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht“ (Kol 1,9).

In Kolosser 2,2 wird über den Reichtum an Gewissheit des Verständnisses gesprochen. Dies bedeutet, biblisch zu denken. Geistlichkeit besteht also darin, mit Gott gleichgesinnt zu sein.

In Jesaja 1,3 klagt Gott, dass Sein Volk Ihn nicht kennt und Seine Feste nicht versteht. Die Opfergaben des Volkes waren für Ihn keine Freude mehr, vielmehr waren sie Ihm zuwider. Israel war das Volk Gottes und hatte von Ihm die Feste, Gebote und Bestimmungen für Opfergaben und Anbetung erhalten. Aber es gefiel Gott nicht, wenn die Menschen es nicht so ausführten, wie Er es eigentlich gedacht hatte. Zusammenfassend haben wir die Wichtigkeit von Weisheit und Verständnis betont. Diese sind notwendig, um Gott zu verstehen und so zu handeln, wie Er es will.

 

Nun lasst uns das eigentliche Thema betrachten:

„Denn Gott hat geboten und gesagt: 'Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren‘ und: 'Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!‘“ (Mt 15,4).

Jesus betont diese Aussage und führt die Menschen zurück zum Gebot Gottes: Ehre Vater und Mutter. Was bedeutet eigentlich Ehre? Ehre ist eine tiefe innere Wertschätzung. Ehren – respektieren - hochachten. Wir leben in einer Welt, in der den Kindern viele Rechte und den Eltern viele Pflichten zugesprochen werden. Kinder, die viele Rechte, aber keine Erziehung bekommen, können ihre Eltern nicht ehren. Der Feind ist wie nie zuvor auf die Familie gestürzt. Vater, Mutter und Kinder – das ist etwas, was Gott geschaffen und gesegnet hat.

Ehre Vater und Mutter! Ehre ist eine tiefe innere Wertschätzung.

Gott hat Seine Prinzipien gegeben, wie der Fortbestand gewährleistet wird. Schon zu Jesu‘ Zeiten verbreitete sich die Meinung, dass Vater und Mutter nicht geehrt werden müssten: „Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe zur Weihegabe bestimmt, was dir von mir zugutekommen sollte!, der braucht auch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren“ (Mt 15,5).

Unser Herr Jesus Christus widersprach dieser Meinung: „Hört und versteht!“ (Mt 15,10). Es geht nicht darum, die Auslegung der Menschen zu verstehen, sondern das, was Gott im Sinn hatte, nämlich: Ehre Vater und Mutter.

Es stellt sich die Frage, ob nun jeder Vater und jede Mutter geehrt werden muss. Oder geht es hierbei nur um Eltern, die nach unserer Meinung gut sind, die mir gefallen oder die auf mich hören, und alles tun, wie ich es will?

Nein, das Wort Gottes lehrt uns, dass wir unsere Eltern nicht selbst wählen, sondern annehmen und ... ehren. Das Ehren ist ein innerer Prozess, es ist der Zustand der Seele, es ist etwas, worauf Gott achtet und entsprechend belohnt: „damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden“ (Eph 6,3).

 

Lasst uns auf die Beispiele in der Heiligen Schrift schauen, die uns vom Gegenteil berichten:

Einmal war Noah vom Wein trunken und lag entblößt in seinem Zelt. Sein jüngster Sohn sah es und erzählte davon seinen Brüdern. Als der Vater es erfuhr, war er sehr verletzt. Nur wenige Worte des Vaters reichten aus, um die Nachkommen Hams Jahrtausende lang zu Sklaven zu machen. Seine Brüder dagegen bekamen den Segen. Dies zeigt uns, was daraus folgt, wenn die Ehre fehlt.

Probleme gab es auch in den Familien Abrahams, Isaaks, Jakobs, Samuels, Davids...

Ruben, der Sohn Jakobs, erlaubte es sich, seinen Vater nicht zu ehren und wieder kam es zu einem traurigen Ergebnis. Als Erstgeborenem stand ihm eigentlich ein zweifaches Erbe zu, aber es kam anders, genauso wie es sein Vater gesagt hatte.

Absalom hatte einen Anschlag auf die Ehre seines Vaters verübt und das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Er blieb zwischen Himmel und Erde hängen, wo sein Leben in Erniedrigung zu Ende ging.

 

Gott gab das Gebot und eine Verheißung. Christus stellte das Gebot nie in Frage, vielmehr sprach er in verpflichtender Form darüber. Es ist erkennbar, dass er die Menschen liebgewonnen hat, die ihre Eltern geehrt haben.

Wofür sollen nun die Eltern eigentlich geehrt werden? Auf dieser Erde gibt es keine Gründe für Kinder, ihre Eltern nicht zu ehren. Auch wenn die Kinder besondere Gründe dafür sehen, finden wir keine Ausnahme in der Heiligen Schrift. Die Menschen können abhängig davon, was ihnen die Eltern gegeben haben, ihre Väter und Mütter ehren oder eben nicht. Gott sagte, dass es uns in der Erfüllung dieses Gebotes gut gehen wird. Nicht alles, was wir besitzen, ist gleichzeitig gut. Einst besuchte ein Bekannter seinen Freund in den USA und begutachtete dessen Wohlstand. Ein großes, modernes Haus, teure Autos in der Garage, gemütliche Einrichtung. Der Gast meinte, dass dies alles ein großer Segen sein müsse. Der Besitzer jedoch antwortete: „Ich weiß nicht, ob es Segen oder Fluch ist.“ Er muss 6 Tage die Woche je 16 Stunden arbeiten, um sich das alles leisten zu können. Wenn das Gute aber von Gott kommt, dann wird es dir wirklich gut gehen.

Eine Reihe weiterer Bibelstellen belegen den Ernst des Gebotes, die Eltern zu ehren:

  • „Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn!“ (Mal 1,6).
  • „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig!“ (Kol 3,20).

 

Wiederum sehen wir in den nachfolgenden Versen, dass die fortschreitende Dämonisierung der Gesellschaft sich gerade stark gegen dieses Gebot auflehnt:

  • „Denn die Menschen werden sich selbst lieben, [...] den Eltern ungehorsam, [...] dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!“ (2.Tim 3,2-5).
  • „Denn der Sohn verachtet den Vater“ (Mi 7,6).
  • „Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben!“ (Lk 23,29).

 

Es ist daraus klar erkennbar, dass wir in der letzten Zeit leben. Das Problem der Väter und Kinder hat es schon immer gegeben, aber um diese richtig zu lösen, sind Weisheit und Verständnis gefragt. Gott gibt dazu einen Ratschlag durch den Propheten Maleachi: „und Er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden“ (Mal 3,24).

Lasst uns ein weiteres Beispiel betrachten: Gott sendet Jeremia ins Haus der Rechabiter, um sie in das Haus Gottes zu rufen und ihnen Wein anzubieten. Diese lehnen ab, weil ihr Vater ihnen geboten hat, keinen Wein zu trinken und auf einige weitere Dinge zu verzichten. Sie hörten in allem auf ihren Vater und Gott bewertete dies sehr hoch und machte sie zum Beispiel für viele. Er verhieß ihnen:

„Es soll Jonadab, dem Sohn Rechabs, nie an einem Mann fehlen, der vor mir steht!“ (Jer 35,19).

 

Es ist sinnvoll, darüber nachzudenken, wie oder woher Unehre entsteht:

  • Das Problem des Sündenfalls, der Mensch wird als Rebell geboren.
  • Mangel an Erziehung. Gott lehrte Israel: „Und ihr sollt [...] eure Kinder lehren, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst“ (5.Mo 11,19).
  • Fehlende Furcht Gottes
  • Mangel an Gemeinschaft der Kinder mit den Eltern
  • Nicht richtig gelöste Konflikte
  • Der moderne, weltliche Einfluss / die moderne, weltliche Erziehung

Es können noch viele weitere Faktoren existieren, die den Eindruck erwecken können, die Eltern nicht ehren zu müssen.
Einst kam ein Mensch zu Christus und fragte, was er machen solle, um ewiges Leben zu haben. Christus sagte nicht: „Gebe den Zehnten, und es wird schon genug sein.“, so wie man es heute in einigen christlichen Kreisen hören kann. Stattdessen fragte Jesus ihn, ob er die Gebote kannte. Dazu zählte auch das Ehren des Vaters und der Mutter. Erst als der Jüngling dies bestätigte, sagte Jesus: „Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen“ (Mt 19,21).

Daraus sehen wir, wie Jesus lehrte. Die Menschen tauschten Gebote Gottes gegen Überlieferungen aus und meinten, dass es gutgehen würde. Aber das eine kann nicht gegen das andere getauscht werden. Zuerst kommt das Gebot Gottes. Dabei ging es nicht um die Frage des Segens oder Wohlstands, sondern um die Frage des ewigen Lebens. Asaph spricht in Psalm 73: „Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich“ (Ps 73,25.28).

 

Um sich Gott zu nahen, müssen wir Seine Gebote halten.

Christus selbst hat uns ein Beispiel hinterlassen, als Er Seinen Eltern untertan war (vgl. Lk 2,51). Jesus sagte, dass Er Seinen Vater ehrt (vgl. Joh 8,49) und Seinen Willen tut. Das Problem war darin verborgen, dass die Menschen nicht wissen wollten, was der Wille Gottes ist und stellten stattdessen Regeln über Regeln auf. In seinem Brief an die Philipper schrieb Paulus über Jesus Christus, dass Er Sich selbt erniedrigte und gehorsam wurde „bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2,8). Er konnte den Kelch nicht ablehnen, den Ihm Sein Vater gab.

Gott lässt uns an Seinen Werken auf dieser Erde mitwirken und möchte, dass wir an Seiner Herrlichkeit und an Seinem Reich in der Ewigkeit Anteil haben.

Das ist in der Tat das größte Beispiel der Ehre zum Vater in der Menschheitsgeschichte. Jesus hatte Seinen eigenen Willen, aber Er sorgte Sich um den Willen des Vaters: „Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Joh 6,38). Demut, Gehorsam, Unterordnung sind tatsächlich eine Bestätigung der Ehre.

Das Ehren ist ein innerer Prozess, es ist der Zustand der Seele, es ist etwas, worauf Gott achtet und entsprechend belohnt.

Lasst uns nochmal das Leben Jesu betrachten. Er war der Ausdruck des Wesens Gottes, Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Aber Er war bereit für alles, was Sein Vater Ihm angeboten hatte: Leiden, Erniedrigung, Schmach, Schläge, Fluch, Tod. Lasst uns damit eine Parallele ziehen, wie wir unsere Eltern für das, was sie uns bieten, ehren können.

Vor Kurzem berichtete mir ein Bruder von einem Vorfall, der sich bei einer Mitgliederversammlung ereignet hatte. Der Pastor ermahnte einen Bruder der Gemeinde, der einen für ein Gemeindemitglied unwürdigen Lebensstil führte. Daraufhin erhielt sein Sohn die Möglichkeit, gegen seinen Vater auszusagen und ihn vor der Mitgliederversammlung zu beschuldigen. Die frechen Anschuldigungen des Sohnes lösten bei vielen Mitgliedern Empörung aus. Sicherlich hätte es andere Möglichkeiten gegeben, die Fehler seines Vaters zu erörtern, als vor der versammelten Gemeinde.

Er erzählte wiederum über seine persönlichen Lebenserfahrungen mit seinen Eltern: „Mein Vater glaubt nicht an Gott und ist in viele Sünden und Abhängigkeiten verstrickt. Ich hatte keine glückliche Kindheit, aber ich habe niemals und niemandem Negatives über meinen Vater erzählt. Ich ehre ihn und das Gebot Gottes. Ich könnte vieles aufzählen, was er falsch gemacht hat; aber ich ehre ihn dafür, dass er mein Vater ist, mich auf diese Welt gebracht hat und ich sein Nachkomme bin. Ja, ich bete für ihn und warte darauf, dass er sich bekehrt, werde ihm aber nichts vorwerfen.“ Er fuhr fort: „Ich habe seit vielen Jahren eine Familie, ein eigenes Unternehmen, ich erlebe viel Gutes und ich weiß, warum. In der Tiefe meiner Seele ehre ich meine Eltern und halte mich an das Gebot, sie zu ehren.“

Man könnte noch viele biblische und alltägliche Beispiele anführen, aber letztendlich kommt es darauf an, die Gebote Gottes zu verstehen und zu erfüllen. Schauen wir weiter auf folgenden Vers: „Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!“ (Mt 15,4). Hier geht es um ein Urteil des Gesetzes Gottes. Gott sagte Adam, dass er sterben würde, sollte er die verbotene Frucht essen. Leiblich lebte Adam weiter, nachdem er die verbotene Frucht gegessen hatte.

Vater und Mutter ehren / Vater und Mutter fluchen – ist es hier möglich, die goldene Mitte zu finden? Ich meine – nein. Mangelnde Ehre zu den Eltern kann sich nicht neutral äußern. Christus sagte: „wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!“ (Mt 12,30).

Wenn wir die Eltern nicht ehren, was tun wir dann? Zuerst lassen wir Gedanken zu, dann ein Wort und schließlich beginnen wir, negativ über unsere Eltern zu reden. Es mag sein, dass unsere Worte für unsere Eltern zutreffend sind, aber das Wort Gottes gestattet es uns nicht. Dann kommt es zu dem Tod, und die Gemeinschaft des Menschen mit Gott erstickt.

Auf dieser Erde gibt es keine Gründe für Kinder, ihre Eltern nicht zu ehren. Demut, Gehorsam, Unterordnung sind ein Zeichen der Ehre.

Wir können solch einen Menschen zwar im Wasser taufen, ihm einen Dienst anvertrauen, jedoch ist es gefährlich, weil er das Gebot Gottes bricht.

Im Buch des Propheten Hesekiel erklärt Gott dem Volk Israel, warum Jerusalem zerstört wird. Als zweite Ursache für die Katastrophe wird folgendes aufgezeigt: „Man hat in dir Vater und Mutter verachtet“ (Hes 22,7). Im Hebräischen bedeutet dieses Wort: unbedeutend machen, vernachlässigen.

 

Deshalb möchte ich mich an jeden wenden, der sich für ein Kind Gottes hält. Sehen wir dieses Gebot so, wie Gott es vorgesehen hat oder haben wir eine andere, einfachere Alternative gefunden? Dies ist eine ernste Frage. Viele fragen sich, warum es der jungen Generation heute an Lebendigkeit fehlt und vieles so schwerfällt. Ja, meine Lieben, ohne den Geist Gottes ist es wirklich schwer. Das Wort lehrt uns dennoch, dass die Gebote Gottes nicht schwer sind, jedoch nur für die, die geistlich sind. Wer ein fleischliches Leben führt, für den sind die Gebote Gottes eine untragbare Last. Deshalb ist es oft so schwer.

Durch Weisheit und Verständnis erkennen wir in Gottes Wort Prinzipien, die wir in unserem irdischen Leben anwenden sollen.

Auch in unseren Tagen muss dieses Gebot würdige Beachtung finden. Seine Erfüllung bringt Gutes hervor. Herr, schenke uns Weisheit und Verständnis, um die Prinzipien Gottes zu verstehen und erfüllen zu können, so wie es in Offenbarung steht: „Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können“ (Offb 22,14).

 

Nikolai Pischnjuk
Gemeinde Bruchmühlbach