Hilfe für Weißrussland

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  • Gespendete Fahrräder wurden von den Kindern mit Freude empfangen

Hilfe für Weißrussland

2020-09-11T21:01:26+00:0011. September 2020|

Im Frühjahr 2020 war Belarus keine Besonderheit in der Weltgeschichte der Coronavirus-Infektion. Der einzige Unterschied zu den europäischen Staaten war das Fehlen einer Quarantäne. Das heißt, die Menschen arbeiteten weiter, Studenten und Schüler lernten im Normalmodus. Als Folge einer Reihe von Ursachen, einschließlich der Pandemie, kam es zu steigender Arbeitslosigkeit, sinkenden Einkommen, erzwungenen Urlauben und Kurzarbeit.

In dieser schwierigen Zeit war die humanitäre Hilfe der Mission Stephanus ein großer Segen für viele große Familien, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Eltern mit vielen Kindern erhielten kostenlose Kleidung und Schuhe für die schnell wachsenden Kinder und können das gesparte Geld für Lebensmittel und Grundnahrungsmittel ausgeben. Rentner und Menschen mit Behinderungen können darüber hinaus Medikamente gegen chronische Krankheiten bekommen.

An die Organisation „Otklik“ wenden sich oft hilfesuchende Familien mit fünf oder mehr Kindern, von denen die Ältesten noch nicht berufstätig und die jüngeren Kinder im Vorschulalter sind. In solchen Familien arbeitet in der Regel nur der Vater, während die Mutter den Haushalt führt. In der Gemeinde der Hauptstadt Belarus gibt es viele solcher Familien. Die Bedürfnisse der Familien beschränken sich nicht nur auf Kleidung.

Die Kinder aus großen Familien von Leonid und Monika Gazenko (10 Kinder), Nikolai und Natalya Malashuk (15 Kinder), Alexei und Valentina Ignatovets (4 Kinder), Vasily und Nadezhda Gonchar (5 Kinder) und Nickolaus und Olga Malashuk (6 Kinder) freuten sich sehr über Fahrräder, die ihnen gespendet wurden. Sie können jetzt viel selbständiger, mobiler und sportlicher sein. Gleiches gilt für andere Haushaltsgegenstände und Möbelstücke.

Familie Vzdykhanko erhielt finanzielle Hilfe als
Alexander wegen Corona erkrankte.

Diese helfen den Müttern erheblich, den Haushalt zu führen und ein kleines Familienbudget anzusparen. In dieser schwierigen Zeit hat es Fälle gegeben, in denen der einzige Versorger der Familie krank wurde und ins Krankenhaus und anschließend zur Rehabilitation musste. Die Familie blieb ohne Haupteinkommen. So geschah es im Leben von Alexander Vzdykhanko. Seine Frau und die zwei kleinen Kinder freuten sich sehr über die finanzielle Unterstützung der Mission Stephanus. Das Gleiche gilt für die Familie von Vladimir und Valentina Parfenenko, die ihren 28-jährigen behinderten Sohn pflegen.

Diese Geschichten sind nur ein kleiner Teil der Wohltätigkeitsarbeit. Doch die Tonnen von verteilten Hilfsgütern im Wert von Zehntausenden von Euro sind wenig im Vergleich zu den dankbaren Augen eines Kindes, welches sein eigenes Fahrrad fahren kann, Tränen auf den Wangen einer Mutter von vielen Kindern, die in Gedanken gleich die geschenkten Möbel im Kinderzimmer platziert und zurückhaltende Dankesworte eines einsamen Rentners, der ein Paket mit Lebensmitteln bekommt.

Nehmt bitte im Namen des belarussischen Volkes die bescheidenen Dankesworte für eure geleistete Arbeit an.

 

Wohltätigkeitsorganisation „Otklik“,
Minsk in Belarus

 

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