Im Riss stehen für Rybnitza

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  • Kinder bekommen Geschenke (2021)

Im Riss stehen für Rybnitza

2026-06-12T11:15:27+02:0012. Juni 2026|

Ein Aufruf zur christlichen Nächstenliebe

In einer Welt, in der politische Grenzen und wirtschaftliche Barrieren Völker voneinander trennen, sind christliche Liebe und Barmherzigkeit dazu berufen, die Gläubigen durch den Dienst an Bedürftigen zu vereinen. Die Geschichte der christlichen Wohltätigkeitsmission Swet in Rîbnița, Transnistrien, dient als eindrucksvolles Beispiel für selbstlosen Dienst im Namen Christi, der heute jedoch bedroht ist.

 

Von der Evangeliums-Ausbildung zu Barmherzigkeitstaten

Der Dienst der Mission Swet begann in den 1990er-Jahren, unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion. In dieser Zeit konzentrierte sich die Mission in enger Zusammenarbeit mit der Mission Stephanus auf christliche Bildungsarbeit und brachte zahlreiche Absolventen in Theologie, Kirchenmusik und Chorgesang hervor. Diese Arbeit war die Aussaat des Wortes Gottes im postsowjetischen Raum.

In den 2000er-Jahren jedoch, als die ehemaligen Sowjetrepubliken eigene theologische und musikalische Ausbildungsstätten gründeten, ging der Bedarf an solchen Bildungsprogrammen in Transnistrien zurück. Die Mission Swet blieb ihrem Ruf treu und richtete ihren Fokus auf direkte soziale Hilfe – im Gehorsam gegenüber dem Gebot Christi: „Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben“ (Mt 25,35).

In den vergangenen zwanzig Jahren wurde die Mission mit der Unterstützung europäischer Partner zu einem Hoffnungsträger für die Schwächsten der Gesellschaft: für alte Menschen, Waisen, Witwen und insbesondere für Kinder aus zerrütteten und sozial benachteiligten Familien. Regelmäßige Suppenküchen, Hausbesuche und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern waren ein lebendiger Ausdruck des Glaubens.

 

Dreifacher Schlag – eine Zeit der Prüfung

Heute erlebt die Mission eine Phase schwerster Prüfungen, die man als einen „dreifachen Schlag“ bezeichnen kann:

1. Der Verlust des tragenden Leiters: Vor drei Jahren rief der Herr Alexander Panchina, den Organisator und Leiter der Mission, zu sich. Bruder Alexander war nicht nur ein Leiter, sondern das zentrale Bindeglied zu internationalen Kontakten, durch die sämtliche Hilfsprojekte in der Region finanziert wurden. Sein Heimgang hinterließ eine schmerzliche Lücke.

2. Das Ende eines lebenswichtigen Projekts: Im Oktober 2025 erreichte uns eine tragische Nachricht: Eine christliche Gruppe, die über zwei Jahrzehnte hinweg das Projekt zur Speisung und Versorgung von sogenannten „Straßenkindern“ – den am meisten bedürftigen Kindern – unterstützt hatte, kündigte die Einstellung der Finanzierung zum 01. Januar 2026 an.

3. Abbruch wichtiger Verbindungen: Kurz darauf verstarb der Leiter einer der wichtigsten Wohltätigkeitsorganisationen in Deutschland, der sich mit großem Einsatz für die Unterstützung Transnistriens und der Mission Swet eingesetzt hatte. Mit ihm brachen auch entscheidende Kontakte ab, wodurch die Fortführung vieler Projekte unmöglich gemacht wurde.

 

 

Der Kampf um Barmherzigkeit und unsere Verantwortung

Ungeachtet dieser Verluste hat sich die politische und wirtschaftliche Lage in Transnistrien nicht verbessert. Im Gegenteil: Die Not ist, verschärft durch die Folgen des Krieges, noch größer geworden. Heute wird die Mission von neuen, Gott liebenden Menschen geleitet, die fähig und bereit sind, den Dienst der Barmherzigkeit fortzusetzen.

Isolation, der Verlust des Leiters und der Wegfall der Finanzierung zentraler Projekte bringen die Mission Swet dazu, dass sie im schlimmsten Fall geschlossen werden muss.

 

Ein Ruf an den Leib Christi

Wir wenden uns an alle Gläubigen, deren Herz von der Not bewegt ist: Transnistrien und die Mission Swet brauchen uns heute mehr denn je. Jetzt ist die Zeit, einen lebendigen Glauben durch Taten zu zeigen.

Um die tägliche Speisung der Kinder und die dringendste Hilfe fortsetzen zu können, benötigt die Mission etwa 1.000 € monatlich.

 

Wir bitten dich um Folgendes:

1. Fürbitte im Gebet: Nimm die Mission Swet, ihre Leiter und das Volk Transnistriens in deine täglichen Gebete auf.

2. Finanzielle Unterstützung: Möge der Herr dein Herz zu großzügigem Geben bewegen. Jede Gabe bedeutet eine Mahlzeit auf dem Tisch eines hungrigen Kindes.

Der Herr segne deine Bereitschaft, Ihm zu dienen, indem du diesen „geringsten Brüdern“ (Mt 25,40) dienst und mit finanzieller Hilfe unterstützt.

 

Mit Hochachtung und in der Hoffnung auf deine Unterstützung

Mission Stephanus