Russische Seite: Die Läufer auf der Rennbahn

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Russische Seite: Die Läufer auf der Rennbahn

2026-08-17T10:21:35+02:0017. August 2026|

Wenn wir uns bemühen, sich mit dem Wort Gottes zu befassen, offenbart uns der Herr Jesus dessen Tiefen. In einer uns wohlbekannten Schriftstelle lesen wir folgende Worte des Apostels Paulus: „Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt! Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem – jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde“ (1.Kor 9,24–27). Der Apostel Paulus erwähnt hier die Rennbahn, und mir kam dabei der Gedanke: Ja, tatsächlich befinden wir uns alle, die wir an Christus Jesus glauben, unmittelbar nach unserer Buße auf dieser Rennbahn.

 

Wie geschrieben steht: „auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! – (Eph 2,1-5).

 

Was geschieht mit uns während des Bußgebets und unmittelbar danach? – Die Hand unseres Herrn Jesus zieht uns aus der Grube des Verderbens heraus, um uns anschließend im Blut Jesu zu reinigen und uns auf die Rennbahn zu stellen, wobei er uns die Richtung weist, in die wir laufen sollen. Ob wir das wollen oder nicht, ob wir daran glauben oder nicht, wir alle befinden uns sofort dort. Der Apostel Paulus beginnt seine Ansprache an die Gläubigen mit den Worten: „Wisst ihr nicht, dass die, die auf der Rennbahn laufen …“. Und hier stellt sich die Frage: Wissen wir denn, dass diese „die auf der Rennbahn laufen“ wir sind; dass wir unmittelbar nach unserer Bekehrung zu Jesus Christus die Rennbahn betreten, unser ganzes Leben lang darauf bleiben bis unser Leben hier auf dieser Erde endet?

Der Apostel Paulus wendet sich an die Korinther und an uns alle und sagt: „Lauft also so, dass ihr den Preis erlangt“ (V. 24). Wir müssen so laufen, dass wir den Preis erlangen.  Und auch er selbst lief auf derselben Rennbahn: „Darum laufe ich nicht wie einer, der ins Leere rennt, und kämpfe nicht wie einer, der in die Luft schlägt; sondern ich zähme und unterwerfe meinen Leib, damit ich, nachdem ich anderen gepredigt habe, nicht selbst verworfen werde.“

 

Wir alle, die wir uns auf der Rennbahn befinden, müssen uns bewusst sein, dass nur derjenige gewinnen kann, der läuft. Das bedeutet, dass es nicht ausreicht, nur auf der Rennbahn zu stehen, sondern dass man auch gut laufen muss! Wir müssen uns anstrengen, wenn wir eine Belohnung erhalten wollen. Es ist noch nie vorgekommen und kann auch nicht sein, dass jemand, der nicht am Wettlauf teilgenommen hat, die Medaille für den Sieg erhält. Wer nur auf der Rennbahn steht oder darauf geht, wird niemals gewinnen und keine Belohnung erhalten. Bei uns geht es jedoch nicht um eine vergängliche irdische Belohnung, sondern um eine unvergängliche Krone in der Ewigkeit.

Der Apostel Paulus möchte uns anhand dieses anschaulichen Beispiels des Wettkampfs deutlicher zeigen, wie wir nach dem Ewigen streben sollen. Denn der unvergängliche Siegeskranz und das ewige Leben mit Jesus Christus ist die höchste Belohnung dafür. Aber um sie zu erhalten, müssen wir am geistlichen Kampf teilnehmen und ihn gewinnen (Vers 24).

Es scheint, dass wir alle die höchste Belohnung anstreben, doch leider sind wir nicht immer bereit, zu laufen; deshalb stellt uns der Apostel Paulus, als Mahnung, diese Frage: „Wisst ihr nicht …?“ Und diese Frage richtet sich an uns alle.

 

Das Gebet – eine Quelle der Kraft

Viele von uns mussten in der Schule im Sportunterricht an Langstreckenläufen teilnehmen. Das war gar nicht so einfach, denn man musste körperlich gut trainiert sein, da während des Dauerlaufs oder des Wettrennens manchmal verschiedene körperliche Probleme auftraten: Seitenstiche, Atemnot, Durst. Auch bei den Schwierigkeiten, die auf dem geistlichen Schlachtfeld auftreten, kommen wir ohne Gebet nicht aus. Wenn wir nicht lernen, uns auf den Herrn zu verlassen, ihn um Kraft und Gnade zu bitten, wenn wir nicht lernen, in Einheit mit ihm zu leben, werden wir den vor uns liegenden Weg nicht bewältigen können. Wir werden einfach nicht genug Kraft haben, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Das Wort Gottes sagt uns wiederholt, wie wichtig das Gebet als Quelle ist, aus der wir Kraft und Unterstützung vom Herrn schöpfen können.

 

Als ich die oben aufgeführten Worte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther las, begann ich darüber nachzudenken, wer mein Gegner ist, vor dem ich versuche davon zu laufen. Und ich kam zu dem Schluss, dass wir nicht gegen unseren Nächsten, nicht gegen den Bruder oder die Schwester, nicht gegen unsere Verwandten oder Bekannten laufen oder mit ihnen im Wettstreit sind. Unser Ziel ist es nicht einmal, jemanden zu überholen, sondern das Ziel unseres geistlichen Kampfes ist es, vor unserem fleischlichen „Ich” weg zu laufen.

Nachdem er in Vers 26 gesagt hat: „So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen,“, erklärt uns der Apostel Paulus weiter: „sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde“ (V. 27). Unser Ziel ist es, unserem alten fleischlichen Menschen zu entfliehen, wie geschrieben steht: „Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,“ (1.Petr 3,18). Unser eigenes Fleisch und Blut sind unsere Gegner, diese Begierden und Wünschen müssen wir überholen und auf keinen Fall zulassen, dass sie uns überholen. Wir müssen alle Werke und Begierden des Fleisches hinter uns lassen, denn sie führen zum geistlichen Tod.

 

Wie geschrieben steht: „Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust, und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab – Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;“ (Kol 3,5-10).

Und je weiter wir uns von unserem fleischlichen Menschen entfernen und ihn hinter uns lassen, desto mehr werden wir geistlich lebendig. Das ist ein sehr schwieriger Kampf, den man ohne Gebet einfach nicht bestehen kann. Nur durch die Kraft Gottes, wenn wir auf den Herrn hoffen und vertrauen, können wir den uns versprochenen Lohn erhalten.

 

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater, indem er die Werke des Fleisches offenlegt: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden“ (Gal 5,19-21).

Das sind die Werke des Fleisches, von denen wir uns trennen und die wir auf der Rennbahn überholen müssen, damit sie uns nicht wieder einholen. Wenn sie uns jedoch einholen und uns besiegen werden, werden wir das Reich Gottes nicht erben. Das bedeutet, dass wir unser ganzes Leben lang unser fleischliches „Ich“ überholen müssen. Wie kann ich erkennen, ob in mir der fleischliche oder der geistliche Mensch siegt? Wer läuft vorne? Wenn ich mich zum Beispiel mit jemandem streite, dann hat mein fleischlicher Mensch meinen Geistlichen überholt und läuft vorne... Wenn ich Wut, Neid und Groll in meinem Herzen habe, bedeutet das, dass mein fleischlicher Mensch vorne ist und mein Geistlicher geschwächt ist. Und wenn wir die uns versprochene Belohnung nicht verlieren wollen, müssen wir dringend unseren fleischlichen Menschen überholen, d. h. wir müssen ihn bezwingen und beherrschen. Der Apostel Paulus zählt viele Werke des Fleisches auf, die uns daran hindern können, das ewige Leben mit Jesus zu erlangen.

 

Im Brief an die Römer schreibt der Apostel Paulus: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist“ (Röm 8,1). Wenn wir nach dem Geist leben, wenn unser geistlicher Mensch dem Fleischlichen vorangeht, dann gibt es für uns keine Verdammnis.

Weiter in diesem Kapitel erklärt der Apostel: „Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen“ (Röm 8,6-8).

 

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Das Licht des Wortes Gottes

Was geschieht mit einem Menschen, wenn das Licht des Wortes Gottes in ihn eindringt? – Das Wort erweckt in ihm den GEISTLICHEN Menschen! Und zwischen diesem geistlichen Menschen und dem Fleischlichen beginnt sofort ein Kampf, denn nun wirken in ihm zwei Gesetze: das Fleischliche und das Geistliche. Bei Menschen, die Gott nicht kennen, gibt es diesen Kampf nicht, bei ihnen herrscht das Fleisch.

Der Apostel Paulus erklärt diesen Zustand des Kampfes wie folgt: „Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde“ (Röm 7,17-25).

Nach unserer Wiedergeburt haben wir uns alle mit großem Eifer in den geistlichen Kampf begeben, doch lasst uns nun, nach einiger Zeit, prüfen, wo wir heute stehen:  Haben wir die Werke des Fleisches hinter uns gelassen, oder hat unser fleischlicher Mensch unseren Geistlichen überholt? Vielleicht sind wir einfach auf unserer Rennbahn stehen geblieben und bewegen uns nicht vorwärts, oder, noch schlimmer, sind wir ganz aus dem Rennen ausgestiegen?

 

Erinnern wir uns an Demas, der eine Zeit lang dem Apostel Paulus eifrig im Dienst half, aber dann geschah mit ihm das, worüber Paulus schrieb: „Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat“ (2.Tim. 4,10).

Demas hatte sehr gut angefangen, doch dann holte ihn sein fleischlicher Mensch ein und besiegte den geistlichen, und er liebte, wie geschrieben steht, die jetzige Weltzeit.

Wir alle müssen „…alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens,…“ (1.Joh 2,16) überholen, sie hinter uns lassen und ihnen nicht erlauben, auch nur neben uns herzulaufen, damit wir keine Faustkämpfe austragen müssen, denn das würde unser Vorankommen stark erschweren.

Der Apostel Paulus betrat die Rennbahn und lief los, und am Ende seines Lebens, als er im Gefängnis saß, schrieb er an Timotheus: „Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben“ (2.Tim 4,6-8). Mit anderen Worten teilte er Timotheus mit, dass er es geschafft hatte, den sündigen, fleischlichen Menschen in sich zu kreuzigen, dass er alle Werke des Fleisches weit hinter sich gelassen hatte, dass er für die Welt gestorben war, so wie die Welt für ihn gestorben war. Der Apostel Paulus sah das Ende seines geistlichen Kampfes voraus und wartete auf die Krone der Gerechtigkeit.

 

Wenn wir am Ende unseres Lebensweges auch die Krone der Gerechtigkeit vom Herrn empfangen wollen, müssen wir laufen und laufen, um den Preis zu erlangen, indem wir unseren Körper zähmen und unterwerfen.

„Denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen;“ (Röm 6,5-6).

Und wenn wir uns selbst prüfen und plötzlich feststellen, dass unser fleischlicher Mensch unseren geistlichen Menschen überholt hat und vorausläuft, dann bedeutet das, dass wir dringend Buße tun und den Herrn um Vergebung bitten müssen. Das bedeutet, dass wir unser Gebet verstärken und den Herrn um Kraft zum Sieg bitten müssen, damit unser geistlicher Mensch immer die Führung behält. Wir dürfen nicht stehen bleiben, wir dürfen nicht vom Weg abkommen, sondern müssen jeden Tag aufs Neue unser Fleisch zähmen und überholen, dann werden wir am Ende unseres Lebensweges die Krone der Gerechtigkeit und das ewige Leben mit Christus erhalten.

 

„Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr [der Sünde] nicht durch die Begierden [des Leibes] gehorcht; “ (Röm 6,11–12).

Lauft, liebe Geschwister, überholt euren alten, fleischlichen Menschen, lauft dem ewigen Leben mit Jesus entgegen, lauft, damit ihr die Krone der Gerechtigkeit erlangt.

 

Pavel Savenok

Gemeinde Herford

 

Dieser Text wurde mit DeepL übersetzt, und nur leicht lektoriert. Für Ungenauigkeiten im Text bitten wir um Nachsicht.