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Gott beauftragte Paulus durch einen Traum, auf seiner nächsten Reise nach Mazedonien zu gehen (vgl. Apg 16,9). Auch heute erleben wir Ähnliches – auf moderne Weise: durch Anrufe, Nachrichten oder Begegnungen mit Geschwistern aus muslimisch geprägten Ländern, die uns zurufen: „Kommt und helft uns!“
Viele Muslime, die Jesus gefunden haben, müssen ihren Glauben im Verborgenen leben, weil die Regierung ihres Landes das Christentum nicht duldet. In dem Projekt „Bedrängte Christen“ werden verfolgte Christen in muslimisch geprägten Ländern unterstützt. Viele Projekte, zielen darauf ab, den Geschwistern vor Ort Hilfe zur Selbstversorgung zu ermöglichen. Diese Form der Unterstützung macht sie unabhängiger von externer Hilfe und schenkt ihnen eine stabile Perspektive für die Zukunft.
Vor etwa acht Jahren hörten wir erstmals von diesem Dienst und organisierten eine Reise nach Mauretanien. Gott bewegte mein Herz, und ich reiste als Übersetzer mit. Die Beziehung zu den Brüdern vor Ort vertiefte sich, und wir konnten ihnen gelegentlich helfen. Da ich bereits im Missionsdienst tätig war und persönlichen Kontakt zu den Brüdern hatte, wurde mir die Verantwortung für dieses Projekt übertragen. Gott hat mir ein Herz für Menschen geschenkt, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. So hat Gott mich in diesen Dienst geführt.
Das Projekt ist nicht mein Projekt – Gott selbst hält Seine schützende Hand darüber. Wir erleben Sein Wirken auf vielfältige Weise. Auch wenn wir es nicht immer sofort erkennen, spüren wir doch Seine Gegenwart, Seine Führung und Sein Eingreifen. So kam auf der Missionskonferenz ein junges Ehepaar auf mich zu, das den Wunsch äußerte, genau dieses Projekt unterstützen zu wollen.
Immer wieder erreichen uns Anfragen aus verschiedenen Regionen mit der Bitte, dass die Stephanus-Mission Unterstützung leistet. Oft reichen schon 50 Euro aus, um eine ganze Familie einen Monat lang mit Lebensmitteln zu versorgen. Doch noch wichtiger als materielle Hilfe ist die geistliche Stärkung: Der Aufbau im Glauben und die biblische Lehre sind von größter Bedeutung. In den arabischen Ländern, in denen wir tätig sind, ist die Nachfrage nach Gemeindearbeit und fundierter biblischer Unterweisung größer als nach humanitärer Hilfe. Deshalb organisieren wir Seminare für Pastoren, laden sie zu uns ein oder reisen selbst zu unseren Geschwistern, um vor Ort Bibelseminare durchzuführen.
Bitte betet mit uns, dass Gott weiterhin Türen öffnet und Sein Wort sich in diesen Ländern noch weiter ausbreitet.
Alexander Siebert
Gemeinde Speyer
Projekt: „Bedrängte Christen“