Reise nach Moldawien – ein gesegneter Einsatz

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Reise nach Moldawien – ein gesegneter Einsatz

2025-10-22T14:06:02+02:0022. Oktober 2025|

Ein Vortrag mit dem Männerchor vor einer Versammlung von Menschen mit Behinderung war ein bewegender Moment, den wir vor unserer Reise nicht erwartet hatten.

 

Vom 8. bis zum 14. Mai dieses Jahres reisten wir mit dem Männerchor der Gemeinden Speyer und Schwegenheim nach Moldawien. Unsere Gruppe umfasste 38 Brüder, die alle den Wunsch hatten, vor Ort verschiedene handwerkliche Arbeiten zu verrichten. Bereits im Vorfeld hatten wir einen LKW mit Hilfsgütern und Materialien auf den Weg gebracht, den wir zuvor in Cloppenburg mit einer Photovoltaikanlage, mehreren Paletten Scheibenputz, weiteren Baustoffen sowie Werkzeugen beladen hatten. So machten wir uns auf den Weg – einige mit dem Auto, andere mit dem Flugzeug.

 

 

Am Abend des 9. Mai wurden wir herzlich von Bischof Viktor Kuljak und seinen Brüdern empfangen. Zur Begrüßung lud er uns zu einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Manana in Sarata Galbena ein. Unsere Unterkunft befand sich im Missionszentrum, in dem wir auch den Großteil unseres handwerklichen Dienstes verrichteten.

 

 

 

Am Samstag begannen wir mit den Arbeiten und teilten uns dazu in mehrere Gruppen auf, um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können. Eine Gruppe setzte die bereits begonnenen Pflasterarbeiten fort – insgesamt konnten rund 600m² verlegt werden. Eine weitere Gruppe verputzte die Kellerräume im Neubau des Altenheims mit Scheibenputz. Gleichzeitig begann ein drittes Team mit der Montage einer gespendeten 100-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Missionsgebäudes.

 

 

 

Für unsere Fahrt hatten wir ursprünglich auch verschiedene Elektroarbeiten eingeplant. Diese waren jedoch dankenswerterweise bereits einige Wochen zuvor von einer Gruppe der Gemeinde Ramstein übernommen worden, die dort vor uns im Einsatz gewesen war.

 

 

Unerwartet umfangreich gestalteten sich die Schweißarbeiten: Durch die Vorarbeit der Brüder aus Ramstein gewannen wir zusätzliche Zeit, sodass wir diese Arbeiten in deutlich größerem Umfang durchführen konnten als ursprünglich geplant.

Die Montage der Photovoltaikanlage hatte sich ebenfalls erst zwei Wochen vor der Abreise endgültig bestätigt. Rückblickend können wir sagen, dass – trotz einiger Umstrukturierungen – sämtliche geplanten Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

 

 

Am Sonntag durften wir mit dem Männerchor den Gottesdienst in der Gemeinde Sarata Galbena mitgestalten. Durch Gottes Gnade konnten wir den gesamten Gottesdienst mit Predigten, Zeugnissen sowie Chor- und Gruppenliedern bereichern. Es war ein reich gesegneter Gottesdienst – sowohl für die Gemeinde als auch für uns selbst.

Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter nach Chișinău, die Hauptstadt Moldawiens, wo wir auch in der dortigen Gemeinde dienen durften. Auch dieser Gottesdienst war von Gottes spürbarer Gegenwart geprägt. Anschließend nutzten wir die Gelegenheit, die Stadt ein wenig zu erkunden, bevor wir müde, aber dankbar in unsere Unterkunft zurückkehrten.

 

 

Der Montag und der Dienstag standen erneut ganz im Zeichen der praktischen Arbeit. Ein besonderer Höhepunkt war jedoch der Montagabend: Auf dem Gelände der Mission befindet sich ein Heim für Menschen mit Behinderung – viele von ihnen wurden von ihren Familien aufgrund ihrer Einschränkungen verstoßen. Dort durften wir sehr unerwartet an einer Invalidenkonferenz teilnehmen. Es war uns eine große Freude, mit dem Chor zu singen, eigene Zeugnisse zu geben und auch einige zutiefst bewegende Lebensberichte zu hören.

 

 

Es wurde deutlich, dass diese Reise unsere ganze Gruppe geistlich gestärkt und in besonderer Weise miteinander verbunden hat. Diese Verbundenheit war auch bei einem späteren Vortrag in unserer Heimatgemeinde spürbar. Am Ende unserer Reise waren wir uns alle einig: Wir haben viel Gnade erlebt. Es war eine ereignisreiche, gesegnete und unvergessliche Fahrt.

 

Gott sei Dank für alles!

 

Alexander Akulenko,

Gemeinde Speyer